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Allgemeines

 

Das Wissen um ein Bauwerk fertig zu stellen kommt von verschiedenen Personen, welche diese Kenntnisse zusammentragen. Wobei ein jeder im Prozess des Bauens, auf seinem Vorgänger aufbaut. Gerade in einem komplizierten Sanierungsprojekt, sei es eine Aufstockung oder eine Komplettsanierung welche schnell abgewickelt werden muss, es werden mehrere Unternehmen aufeinandertreffen für die ein genaues Takten der Arbeiten von großen Nöten wird. Es entstehen Abhängigkeiten zwischen den grundverschiedenen Gewerken bei denen eine herkömmliche Projektabwicklung nicht reicht.

Eine erfolgreiche Kooperation der beteiligten, unter einer gleichzeitigen Einhaltung der Sanierungszeit nach herkömmlicher Terminplanung, reicht dann nicht mehr aus, um große Sanierungsprojekte erfolgreich abzuwickeln. Ein Management, das nach einem Push-System arbeitet und nur Druck ausübt, kann auf Dauer nicht erfolgreich bleiben. Es müssen neue Mittel geschaffen werden um solch eine Problematik zu lösen, eine neue Denkweise eine neue Strategie, welche Verschwendung im Bauwesen vermeidet. Eine Abfolge dessen ist ein flüssiger Workflow des Projektes, dieser wird wiederum die Sanierungszeit verkürzen und einen wirtschaftlichen Effekt herbeiführen.

 

Die Problematik in der heutigen Projektabwicklung

Ein Rahmenterminplan der zuvor in der Arbeitsvorbereitung ausgearbeitet wurde, soll einen Projektablauf bestimmen, wobei es sich meist um Voraussagungen handelt. Das Endresultat weist auf, dass diese Art von Terminplanungen in den meisten Fällen nicht eingehalten werden kann.

Grund für eine nicht Einhaltung von Terminen kann verschieden bedingt sein, jedoch weist die momentane Kooperationsbereitschaft zwischen den Generalunternehmen und dem Nachunterunternehmen große Schwächen auf. Sie sind nicht bereit miteinander zu arbeiteten bzw. richtig zu kommunizieren, zugegen trägt auch das Generalunternehmen große Schuld bei. Es geht nach einem strikten System vor, das es vorsieht nach einem gewissen Push Prinzip zu agieren, doch so wird keine Grundlage für einen reibungslosen Bauablauf geschaffen.

Daraus resultierend entsteht eine Gewisse Störung zwischen den am Bau beteiligten Personen, es wird nicht mehr zusammengearbeitet, nur noch die Wichtigkeit des einzelnen zählt. Das Endresultat des Projektes spielt dabei eine zweitrangige Rolle.

Es ist Zeit für eine Veränderung, um wirtschaftlicher und Effektiver Projekte zu Planen und umzusetzen. Es fehlt das Vertrauen unter den am Bau Beteiligten, ein Vertrauen welches es zu fördern gilt, um Lean Construction erfolgreich anwenden und praktizieren zu können. Denn es baut auf eine Art von Interaktion auf, die Vertrauen vorschreibt, in dem zusammengearbeitet, geplant und an einem Strang gezogen wird.

Was ist Lean Construction ?

Lean Construction wurde vom Lean Management, welches aus der stationären Industrie stammt abgeleitet und auf das Bauhauptgewerbe zugeschnitten bzw. angepasst. Es soll den Arbeits. – bzw. Prozessablauf optimieren und Verschwendungen minimieren. Es ist mehr eine Methode, welche große Vorteile in der Terminplanung bringen kann. Es basiert auf den in Japan entwickelten Prozessoptimierungsmethoden. Wobei zu beachten ist, dass das eigentliche Konzept des Lean Gedanke nicht neu ist, große wie kleine Unternehmen rund um den Globus haben diese Technik in verschiedenen Formen Praktiziert.
Ziel dabei ist es eine Bauprozessoptimierung zu erreichen, daraus folgt ein positiver wirtschaftlicher Effekt. Eine Optimierung des Bauprozesses kann hierbei nur geschaffen werden, wenn folgende Prozesse im Bauwesen stabilisiert werden:
Um jedoch die Methode richtig und effizient anwenden zu können, ist Vertrauen und Zusammenarbeit innerhalb der am Projekt beteiligten Personen ein Grundstein, der gelegt werden muss, bevor jegliche Ansätze zu Einsetzung der Lean Methode gewagt werden können. Eine neue Art der Kommunikation muss geschaffen werden, alte Hierarchien werden dabei neu definiert, denn hier wird durch gemeinschaftliche Optimierung der Prozesse, eine kooperierende Phasenplanung geschaffen.
Stabilisierung des Workflows
Voraussagen im Planungs – und Ausführungsprozess
Größere Verantwortung auf der Ausführungsebene
Während der Ausführung Qualität prüfen statt am Ende
Ausrichtung auf den Kunden
Steuerung und Optimierung des Werteflusses

Bildliche Darstellung der Pull. und Push -Planung
Quelle: O.Völker, Was sind Pull-Systeme, Pull-Strategien, Ziele, Vor/Nachteile und Grenzen der Pull-Systeme, Ruhr-Universität Dortmund, Folie 3

Der Kunde aus Sicht des Lean Gedankens

In allen Wirtschaftlichen Denkweisen steht der Kunde mit seinen Bedürfnissen im Vordergrund. Es dreht sich alles um die Zufriedenstellung dieser Bedürfnisse. Auch Lean Construction setzt sich dies als Hauptziel und versucht den Kunden immer im Mittelpunkt zu halten, um seine Erfordernisse zu befriedigen.
Gerade in der Bauwirtschaft ist die Zufriedenstellung der Bauherren das wichtigste Element, um Streitigkeiten und Gerichtsverfahren, verbunden mit hohen Kosten, aus dem Weg zu schaffen. Er soll sich sein Produkt nach seinem Wünschen aus den Planungs- und Produktionssystem herausziehen können. Um nun die Anliegen des Bauherren decken zu können, müssen neue Möglichkeiten geschaffen werden.
Lean Construction sieht hier ein bestimmtes Prinzip vor, nachdem gearbeitet und die Planung umgesetzt werden soll. Dabei handelt es sich um die Pull Planung, welche den Bauherren eine gewisse Beeinflussung des Endproduktes bietet. Denn auch im Bauwesen ist der Kunde garantiert der Endnutzer, wir sanieren schließlich im Sinne der Befriedigung der Umwelt und zur Umwelt gehört auch der Mensch.
Dieses kundenorientierte Pull-Prinzip dient dazu, dass in jeder Bearbeitungsstation nur das hergestellt wird, was dem nachfolgenden Bearbeiter wirklich nützt. Demnach ist alles was diesem System nicht zuträgt eine Verschwendung und muss verhindert werden.
Nachfolgendes Bild soll verdeutlichen und näherbringen, was der Unterschied zwischen dem aktuellen Push-Prinzip und dem angestrebten Pull-Prinzip ist.

Das Last Planner System

Herz Sanierung nutzt eines der Werkzeuge des Lean konzepts, dabei handelt es sich um das Last Planner System. Es ist eine reine Kommunikationsstrategie, an dem das führende Fachpersonal eines Sanierungsprojektes gemeinsam den Baufortschritt planen und Diskutieren. Das Ziel des Last Planners ist es, fehlende Information, welche für den Sanierungsfortschritt wichtig sind zu bündeln, in dem das System die Kommunikation unter den Baubeteiligten fördert. Alle beteiligte streben somit dasselbe Ziel an und arbeiten nicht gegen einander, sondern miteinander nach dem take and give Prinzip, alle am Sanierungsprojekt beteiligten Unternehmen sind somit Kunde und Lieferant in einem. Da viele Gewerke in gewisser Weise eine Abhängigkeit aufweisen, spielt dieses Prinzip eine große Rolle. Dabei spielt die Kommunikation untereinander eine große Rolle, denn meist sind die Kommunikationswege Katastrophal und wichtige Informationen kommen oft nicht richtig an.
Wir als junges Unternehmen arbeiten mit Gewerbliches Personal und ausschließlich nur mit Mitunternehmer welche diesen Gedanken teilen und an einer solchen Art der Projektabwicklung spaß haben.

Abbildung: Die Stufen des Last Planner System
Steffek, P. : Einsatz des Last Planner Systems, Institut für Technologie und Management im Baubetrieb, Universität Karlsruhe, 2007, Folie 9

Die Stufen des Last Planner System

Um ein besseres Verständnis für den Einsteiger herbeizuführen, werden anhand eines Diagrammes die einzelnen Stufen der Planung aufgelistet und beschrieben. Dabei fällt auf, das die Planung vom Groben ins Detaillierte ihren Verlauf nimmt. Angefangen mit der Rahmenterminplanung, bis hin zur täglichen Wochenplanung, werden alle wichtigen Punkte aufgezählt und besprochen.

Stufe 1 Rhamenterminplan

  • Darstellung der Terminlichen Abwicklung
  • Grundlage für das Last Planner System
  • Gibt den Gesamtablauf wider

Stufe 2 Die Phasenterminplanung

  • Nutzung als kooperierende Phasenterminplanung
  • Ziel ist ein gemeinschaftliches arbeiten
  • Visualisierung des Terminplans
  • Leistungen werden gemeinsam festgelegt
  • Abhängigkeiten zum anderen Gewerk werden erkannt
  • Ergebnisse: einzelne Leistungen, Abhängigkeiten, jeweils fehlende Voraussetzung

Stufe 3 Der Vorschauplan

  • Ergebnisse des Phasenterminplans werden genutzt
  • Sie sind Grundlage für die regelmäßige Vorschauplanung
  • Es ist eine vorausschauende Planung
  • Ziel ist ein sauberer Arbeitsfluss

Stufe 4 Die Wochenplanung – Tagesplanung

  • Genaue Terminplanung
  • Anstehende Arbeiten der nächsten Woche werden festgelegt
  • Arbeitstakte ohne fehlende Voraussetzung werden ausgeführt
  • Kontinuierliche Kontrolle aller Leistungen

Stufe 5 Auswerten, Lernen und Verbessern

  • Überprüfung der zuvor gemachten Zusagen
  • Bei nicht Einhaltung: Gründe analysiert und hinterfragt
  • Fehlerhafte Annahmen werden Dokumentiert
  • Zukünftige Sanierungsprojekt soll so stabilisiert werden
N

Umsetzung eines produktiven Sanierungsablauf

N

Vermeidung von Verschwendung

N

Terminplanung lässt sich optimieren

N

Einfache Mittel zum erfolgreichem Einsatz → gute Kommunikation

N

Voraussagesicherheit von Hindernissen

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